
- Silence can be so loud.
- 03-7-10
- Tessa
Als ich noch nicht alt genug war um hochprozentiges im Laden gefahrlos kaufen zu können suchte ich nach Alternativ da mir Bier nicht schmeckt. Ich machte mich also auf die Suche und nach kurzer Zeit fand ich sie. Ihr Name war Theresa, doch alle nannten sie nur Tessa. Wir verstanden uns auf Anhieb gut, trotz unseres sehr unterschiedlichen Dialekts. Irgendwann beschlossen wir irgendwo einen Kaffee trinken zu gehen, da wir für hochprozentiges noch nicht alt genug waren. Nach einem halben Jahr hat es auch geklappt und wir haben uns, wie es in diesem Alter üblich ist, schnell lieben und schätzen gelernt.
Wir verbrachten die freien Tage und so ziemlich jeden Abend miteinander. Es war Sommer und wir besuchten alte Burgruinen, malerische Altstadt-Einkaufsstraßen und kletterten über den Zaun des nächsten Freibades, das Abends verschlossen war. Ich fühlte Liebe und Glück und wurde nicht Müde meine Umgebung bei jeder Gelegenheit darauf hinzuweisen, was meine Sympathiepunkte insbesondere bei Single-Freunden schnell schmelzen lies.
Eines Abends traf ich mit meinen Freunden am Busbahnhof. Das Gelände war in kaltem Neonlicht getaucht und die Motten schwirrten einem vor der Nase herum. Aber das machte mir nichts aus, schließlich war ich verliebt und dieses Gefühl entschädigt alles. Auf dem Zenit meines Schmetterlingsgefühls schnappte ich mir eine gute Freundin und nahm sie zur Seite. Ich zog einen, den Ring vom Finger den ich Tags zuvor von Tessa geschenkt bekommen habe. Sie sah ihn sich an und es dauerte eine kleine Weile bis sie im dunklen Licht der Bushaltestellenbeleuchtung die Gravur lesen konnte und verstand: „12.08.04 – dein Thomas“.
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